Angst vor dem KI-Gespenst
„Die KI ist wie ein gefährliches Gespenst, das über uns schwebt “ – so hat es kürzliche eine Kundin in einem Telefonat bezeichnet. Die MitarbeiterInnen hätten Angst und Sorge, was mit ihren Aufgaben, ihren Jobs und ihnen selbst passieren wird. Wo passen sie, wir Menschen noch hinein, in einer Welt die zunehmend künstlich wird? Waren es bisher die physischen Räume, die Ernährung und die Unterhaltungswelten die immer künstlicher, sprich weniger natürlich und ursprünglich geworden sind, erreicht die Künstlichkeit jetzt auch die mentalen Räume, die Intelligenz und die Kreativität, ausgerechnet die wenigen Orte, die uns sicher vor der Verkünstlichung schienen.
Unsere natürliche und geübte Reaktion auf das Ungewisse ist Angst. Wenn wir keine konkreten Informationen haben, tendieren wir dazu, das Schlimmste anzunnehmen und uns auf den einzig sicheren Ort zurückzuziehen, den wir haben: uns zu fürchten. Die Angstinsel ist hat aber auch einen Vorteil: sie erlaubt uns passiv zu bleiben, verängstigt abzuwarten und zu hoffen, dass es schon nicht so schlimm wird. Die Angst hat immer Recht – wie sollte man jemandem das Recht auf seine Angst absprechen wollen? Noch dazu vor einem bösen Gespenst: man kann es nicht sehen, nicht fühlen, nicht bekämpfen, nicht mit ihm verhandeln, es ist übermächtig und überall und droht uns unsere Daseinsberechtigung abzusprechen.
Denn die Sorge hinter der Angst ist es ja, überflüssig zu werden, nicht mehr gebraucht zu werden. Wenn alles ganz bequem ist, wenn alles von selber funktioniert und uns durch Technologie abgenommen wird – was wird dann aus uns? Das ewige Versprechen des Fortschritts, in dem die Maschinen das ganze HeavyLifting machen und wir uns zurücklehnen, das Leben genießen und uns den wirklich wesentlichen Themen des Lebens zu beschäftigen wird von der Utopie zur Dystopie.
Die Angst, den KI-Zug zu versäumen
Auch die Führungskräfte sind fürchterlich gestresst, die FOMO – Fear of missing out – also die Angst, den Zug zu versäumen, den Anschluss zu verpassen und zurückzubleiben ist groß. Es ist aber auch eine Menschenunmöglichkeit, die Entwicklungen zu verfolgen und ihnen zu folgen. Die KI trägt Meilenstiefel, während wir uns fühlen wie beim kindlichen Blinde Kuh Spiel – mit verbundenen Augen drehen wir uns im Kreis und versuchen irgendeiner Person, einer Information, eines konstruktiven Umgangs habhaft zu werden. Wir tappen gemeinsam im Dunklen.
Wer benutzt hier wen?
Jetzt gibt es natürlich wie immer die Zurufe, die wir alle kennen: Technologie in sich ist neutral, wie bei jedem Werkzeug komme es rein darauf an, wie man es benutze. Das stimmt natürlich einerseits, andererseits haben wir es diesmal schon mit einem neuen Phänomen zu tun: KI ist nicht nur von uns manipulierbar sondern ist auch designt, uns zu manipulieren und hat die Fähigkeit, sich selbst weiterzuentwickeln, unabhängig davon ob und wie wir es benutzen.
Daher können, sollten und müssen wir uns damit beschäftigen und lernen, wie wir uns selbst „benutzen“ angesichts einer diffusen Lage die zwischen Weltuntergangsszenarien und Heilsversprechen, zwischen Faszination und Furcht schwankt und vermutlich irgendwo dazwischen liegen wird, auch in Abhängigkeit davon, wie wir uns selbst dazu verhalten.
Die größte Chance der KI ist es, den Faktor Mensche wieder zu entdecken und zu stärken
Ich bin der Meinung, dass das eine der größten Chancen und auch Herausforderungen von KI nicht nur darin besteht, den Umgang mit ihr zu lernen sondern vor allem den Umgang mit uns selbst. Wir sind förmlich gezwungen und eingeladen, uns wieder existentielle und wesentliche Fragen zu stellen: Wer sind wir als Menschen? Was sind unsere ureigensten Fähigkeiten, Wünsche und Vorstellungen? In welcher Welt wollen wir eigentlich leben und wie? Und wie können wir neue und kreativere Möglichkeit entdecken, uns der Angst vor dem Ungewissen zu stellen, was können wir einbringen und wie können wir die Verantwortung für uns und unser Leben zurückholen? Und was heißt das dann konkret für Unternehmen und Organisationen, den Orten, an denen der Großteil unseres sozialen und menschlichen Lebens stattfindet?
Mit meiner Kundin habe ich das Problem in ihrer Organisation genauer untersucht und nach einigen Fragen sind wir auch zu dem Schluss gekommen, dass der Umgang mit KI zum kleineren Teil ein inhaltliches, technisches und strategisches Problem ist und zum Größeren Teil ein menschliches und damit insbesondere ein Führungsthema ist. Denn wie will eine Organisation, ein Unternehmen, vernünftig und sachlich an der KI Transformation und Strategie arbeiten, wenn sie von Angst und Soge getrieben ist? Wie kann ich als Führungskraft andere Menschen motivieren, einen konstruktiven und positiven Umgang mit den sich bietenden Möglichkeiten von KI zu beschäftigen – wie z.B. die Customer Experience zu verbessern – wenn ich im Grunde selber Angst vor Bedeutungs- und Jobverlust habe und mit unbeantwortbaren Fragen aus der Belegschaft konfrontiert bin?
Wie einen neuen Umgang mit dem Neuen und Unbekannten finden?
Wie also können wir alle zu einem anderen Umgang mit der unbekannten Bedrohung finden und uns wieder unserer eigenen Stärken, Potentiale und Möglichkeiten bewusst werden? Wie die nötige Disziplin und Willenskraft aufbringen, die uns in unserer erschöpften Gesellschaft oft fehlen? Und wie können wir verhinden, nicht ein gefundenes Fressen für das Angstmonster werden wollen, das ständig in Form von Social Media, Medien und destruktiven Gesprächen genährt wird und unser kollektives Bewusstsein sowie Unterbewusstsein informiert und schwächt?
Diese und mehr Fragen haben wir uns gestellt und ich habe für meine Kunden einige Ansätzen und Anregungen entwickelt, die ich im Weiteren gerne teilen und erläutern möchte und die folgende Zielsetzung verfolgen: ein neues Mindset und kraftvolle Einstellungen angesichts neuer ungewisser Entwicklungen und Umstände zu entwickeln.
1. Weniger Schwarz-Weiss Denken
Wir tendieren dazu, Probleme entweder zu über- oder unterschätzen und gerade wenn wir ängstlich und verunsichert sind, in Extremen zu Denken: wir wähnen uns in einer entweder oder Welt. Entweder KI oder wir, entweder die Jungen oder Alten, entweder die Ausländer oder wir Inländer. Das radikalisiert uns und führt zu überzogenen Vorstellungen und extremen Handlungen, die das Problem oft noch vertiefen und unsere Vorstellungen weiter bestätigen. Ein Teufelskreis.
Anstatt dessen könnten wir in sowohl-als-auch Positionen Denken: Zum Einen in Form der Integration, beispielsweise wenn aus der Kombination von KI und menschlicher Aktivität etwas Neues, Besseres und Anderes entsteht. Und zum Anderen in dem wir die Möglichkeit der Gleichzeitigkeit in Betracht ziehen: es kann sein, dass manche Jobs stark verändert oder sogar obsolet werden, andere relativ unberührt bleiben und ganz neue Aufgaben und Jobfelder entstehen, von denen wir jetzt noch nicht viel erahnen könnte. Wer hätte zum Beispiel den Job des Social Media Managers von 20 Jahren vorausgesehen? Und wer vermisst den Job des Kohleschauflers?
2. Nehmen Sie eine neutrale Haltung ein
Eine Variante des Extremismus ist die Vorstellung, dass wir entweder Optimisten oder Pessimisten in bezug auf ein Theme sein sollten. Die Optimisten sind verzückt und fasziniert ob der unendlichen Möglichkeiten von KI, die Pessimisten sehen nur die düstere Seite. Eine andere Variante ist hier die weder-noch Position: die gelassene, relativ neutrale Haltung, die unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht zieht und sich vorerst einer Bewertung entzieht, da wir meistens noch gar nicht einschätzen können, was sich wie auswirken wird. Die Bewertung in der Schwebe zu halten und es auszuhalten, keine wertende Meinung zu entwickeln, kann ein sehr produktiver Umgang mit Ungewisstheit sein.
3. Werden Sie zum Realist–Fakten statt wilde Vermutungen
Das Problem mit KI ist, dass es nicht nur ein Thema ist sondern ein ganz neues Universum, das wir dabei sind zu betreten und erforschen. Wir haben es mit dem klassischen Problem „Viel Meinung – wenig Ahnung“, was die Verunsicherung weiter verstärkt. Auch wenn es nicht ganz einfach ist, können wir uns doch bemühen, uns so gut als möglich informiert zu halten. Ich bin natürlich auch keine ausgewiesene KI Expertin, daher lese Artikel und höre Podcasts von Menschen, die sich aufgrund ihrer Qualifikation und Tätigkeit auskennen können und das Thema nicht nur aus der technischen Perspektiven betrachten sondern sich insbesondere der Frage widmen, was das alles für uns heißt oder heißen können.
Gerade gespenstische Themen werden weniger bedrohlich, wenn man sich konkreter mit ihnen befasst und mehr gesicherte Informationen von Menschen, die sich auskennen können, soweit das wie gesagt möglich ist.
Weiters ist es sinnvoll, sich auch inhaltlich im KI Tools auseinander zu setzen und Berührungsängste abzubauen. KI-Tools in den Alltag langsam einzubauen und zu erleben, wo sie uns das Leben tatsächlich leichter und besser machen, ist ein wichtiger Baustein.
Ich zum Beispiel nutze immer wieder ChatGPT, in diesem Artikel z.B. im Finden eines passenden Titels oder um mein englischen Texte zu überarbeiten und zu verbessern. Für mich als non-native ist das extrem hilfreich.
4. Von der unqualifizierten Angst zum qualifziertem Nicht-Wissen
Derzeit herrscht vor allem etwas was vor, das ich „unqualifizierte Angst und Sorge“ nenne: man malt sich Szenarien aus (wir werden unsere Jobs verlieren), auf die man sich dann bezieht. In Wirklichkeit wissen wir alle viel zu wenig um qualifierte Angst haben zu können. Besser wäre es zu schauen: was konkret wissen wir? Was ist gesichert? Was können wir (noch) nicht wissen? Was ist Tatsache? Auf welche Erfahrungen aus der Vergangenheit können wir zurückgreifen, wo es dann doch nicht so schlimm geworden ist? Welche Szenarien sind wahrscheinlich und wie können wir uns darauf vorbereiten?
Qualifiziertes Nicht-Wissen bedeutet, dass wir uns so gut wie mögliche informieren und Wissen, dass wir das Meiste nicht wissen.
Meistens fürchten wir uns ohnehin vor den falschen Dingen, die zu 99% nicht eintreten. Angst verengt aber die Wahrnehmung und schränkt die Kreativiät ein und verschlechtert damit schon unser Potenzial bevor noch irgendein Übel eingetreten ist.
5. Entwickeln Sie eine positive Vision
„You get what you expect“. Wir erschaffen uns die Zukunft, indem wir sie uns vorstellen und sie dann durch unsere darauf ausgerichteten Handlungen wahrscheinlicher machen. Wenn also die Zukunft das Ergebnis unsere Wünsche und Handlungen im Jetzt ist, ist sie nicht zwingend vorgegeben, wir mehr haben selbst Einfluss darauf. Daher wäre jetzt der gute Zeitpunkt sich für sich selbst, als Organisation und als Gesellschaft zu überlegen:
Welche Zukunft wollen wir denn? Wer hält uns ab, uns diese zu schaffen? Was können wir beeinflussen, was nicht?
Für Organisationen sehe ich hier ein großes Potential, einen Dialog zu gestalten mit der Frage: wer haben wir vor zu sein? Ganz abgesehen von KI: welche Art von Organisation wollen wir erschaffen, welche Wirkung wollen wir in der Welt erzeugen und wie kann uns KI dabei behilflich werden? Wir erzeugen also keine KI-Vision, sondern eine Wunschvision, in der wir Menschen eine Welt erzeugen, in der wir Menschen auch gerne leben und arbeiten wollen, weil sie unserem Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Entwicklung und Wirksamkeit entspricht.
6. Raus aus der Opferfalle
Angst und das Gefühl von Ohnmacht durch Übermacht (das Gespenst das über uns schwebt) führt auch dazu, dass wir die Verantwortung für uns und unser Schicksal auf- und abgeben. Der Vorschlag ist etwas zu tun statt zu warten und für das eigenen Leben Verantwortung zurückzuholen. Sich den Ängsten und Sorgen aktiv zu stellen, wie in den vorhergenannten Punkten beschrieben, tätig zu werden und ins Gestalten zu kommen ist das beste Gegengift gegen angstgetriebene Opferschaft.
Unabhängig davon für wie klein wir unseren Handlungsspielraum erleben, der Trick ist es, genau diesen zu bespielen und zu erleben, wie die Angst sich langsam zurückzieht und sich der Handlungsspielraum wieder ausdehnen kann. Ängste kann man nicht bekämpfen, denn sie haben die Eigenschaft, sich die Kampfenergie zunutze zu machen. Man kann sich aber angesichts der Ängste nicht davon abhalten lassen, aktiv zu werden: die Angst weicht sich auf und zieht sich langsam zurück.
7. Das Leben ist groß und bunt: Raus aus dem Mangeldenken
Manche Ressourcen sind beschränkt, wie zum beispiel die natürlichen Ressourcen. Andere Dinge, wie z.B. Liebe, Freude, Intelligenz und Kreativität, sei sie jetzt künstlich oder natürlich, sind grenzenlos und unendlich weit. Wir aber bestehen auf die Idee des Verdrängungswettbewerbes und glauben, wir müssen nun den Arbeitskuchen mit KI teilen. Und wer weiß, vielleicht kann KI auch bei Problemen helfen, die uns schwer zu schaffen machen: der Arbeitskräftemangel und Fachkräftemangel. Vielleicht kann KI Aufgaben übernehmen, für die derzeit Menschen/Fachkräfte fehlen? Vielleicht werden durch KI viele Leistungen nur besser und sicherer und nicht gleich ganz ersetzt?
8. Das Glas ist halbvoll – wenn wir es wollen
Und möglicherweise hilft KI auch dabei, die Zusammenarbeit zwischen den Generationen zu verbessern? Ich finde es zum Beispiel sehr hilfreich, wenn mir mein 30-jähriger Kollege die neuesten Features von KI-Tools zeigt und völlig unerschrocken Chat GPT zur Unterstützung in Beratungsprojekten nutzt. Ich lerne hier von ihm und merke, dass die Kombination von seinen KI Skills und meiner Erfahrung – worauf kommt es an, was machen wir mit der Information etc – einen sehr positiven Einfluss auf unsere Zusammenarbeit und die Ergebnisse hat.
9. Entwickeln Sie Vertrauen in die eigenen menschlichen Fähigkeiten
Jetzt kommt der aus meiner Sicht wichtigste Punkt: Sind wir uns Menschen unserer Fähigkeiten und unseres Wertes tatächlich so unsicher, dass wir in ständiger Angst davor leben, verdrängt und ersetzt zu werden? Haben wir vertessen, wie großartig und mystisch die menschliche Erfahrung und wie unendlich das menschliche Potenzial ist?
Sogar wenn die KI eines Tages intelligenter werden sollte als wir Menschen, wenn also der sogennante Punkte singularity – der Superintelligenz – erreicht ist was ziemlich sicher der Fall sein wird, sollten wir darüber reden, von welcher Form der Intelligenz wir sprechen. Es mag sein, dass die analytischen Fähigkeiten, unsere übersteigen werden. (Trotzdem muss man bedenken, dass Digital bedeutet, dass im Kern alles auf 0 und 1 reduziert werden können muss. 0 steht für „kein Strom fließt“ und 1 bedeutet Strom fließt“. Es ist eine Welt, die auf zwei Zuständen basiert, das ist die Basis von allem, was digital ist).
Doch es gibt viele unterschiedliche Formen der Intelligenz, die weit über das hinausgeht, wozu künstliche Intelligenz in der Lage ist. Wir haben soziale, emotionale, spirituelle und intuitive Intelligenz, die überhaupt die höchste Form von Intelligenz darstellt. Von den unendliche vielen Informationen, die unser Körper über die unterschiedlichsten Sensoren, unsere Sinnesorgane, aufnimmt werden überhaupt nur ein ganz kleiner Teil bewusst wahrgenommen und verarbeitet, etwa 5%.
Wir haben also einen Körper, der Informationen und Daten auf den unterschiedlichsten Ebenen und Wegen gleichzeitig aufnehmen, verarbeiten und kommunizieren kann. Wenn wir lernen, diese zu nutzen, können wir extrem gut informierte Entscheidungen treffen, die sowohl rational als auch intuitiv in Kombination getroffen werden können. Untersuchungen zeigen, dass die größten Entdeckungen von Nobelpreisträgern intuitiv und nicht kognitiv gemacht wurden. Ich kann Ihnen nur Empfehlen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, ich habe soeben einen Podcast mit Hrund Gunnsteinsdóttir gemacht, einer Expertin, die soeben ein Buch über das Thema veröffentlicht hat (Können wir den Podcast oder das Buch empfehlen, es ist auf Deutsch werschienen?)
Wir sind mehr als unsere Intelligenz
Weiters können wir einander in den Arm nehmen und trösten, wir können einander in die Augen sehen und uns auf einer seelischen Ebene verbinden und berühren, wir können Beziehungen zu anderen Menschen eingehen und neue Ideen erzeugen und wir können uns eine Welt erschaffen, die uns gefällt. Wir können kochen, singen, tanzen und lachen, leiden, weinen uns freuen und das ganze Spektrum der menschlichen Emotionen leben.
Das Geschäftsleben besteht eben nicht nur aus Intelligenz, Zahlen und Wirtschaft, sondern lebt von der Emotion, Inspiration, Intuition und Motivation der Beteiligten. All das, was uns im Kern ausmacht. Je stärker wir uns an unsere Menschlichkeit erinnern, unsere Fähigkeiten zu Empathie, Freude, Kreativität und das Führen von Beziehungen und unsere Visionskraft stärken, desto besser sind wir auf die Zukunft vorbereitet und sind in der Lage mit allem, was da auch kommen mag, gut umzugehen.
In Führung gehen.
Ich finde es gerade jetzt sehr wichtig, dass Sie in Ihren Organisationen beginnen, sich ganz bewusst und aktiv mit den vorgeschlagenen Fragen beschäftigen. Voraussagen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Aber wenn wir die Zukunft nicht sehen können, weil sie ja noch nicht existiert, können Sie sich eine imaginieren, die Ihnen besser gefällt als jene, die uns vielleicht vorgeschlagen werden.
Ich sehe das als wichtige Aufgabe von allem von Führungskräften, ihre Kräfte zusammenzunehmen und in Führung zu gehen, indem sie sich ihren eigenen Sorgen und Ängsten aktiv stellen, sich selbst kräftigen und gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen eine wünschenswertes Bild ihrer Zukunft zeichnen und sich auch entsprechend verhalten.
Zusammengefasst: Was Organisationen jetzt tun können
- Beginnen Sie im Unternehmen, offen über KI und den Faktor Mensch zu sprechen. Geben Sie dem menschlichen Aspekt Raum, auch über Ängste und Sorgen zu sprechen und stellen Sie der Organisation gleichzeitig die Möglichkeit zur Verfügung, sich besser zu informiern und ins Tun und Ausprobieren zu kommen.
- Nutzen sie die KI, bzw. digitale Transformation als Anlass, nochmal über den Purpose und die Vision des Unternehmens nachzudenken und gemeinsam nachzuschärfen: warum gibt es uns, was wollen wir in die Welt bringen und welche Zukunft wünschen wir uns für uns und die Welt die uns umgibt?
- Lassen Sie sich nicht von Angst und Panik leiten, lassen Sie sich nicht von den täglich neuen Nachrichten vor sich hertreiben und reiben Sie sich nicht auf.
- Gehen Sie Schritt für Schritt und lernen Sie, auch auf sich selbst zu vertrauen, die eigenen Intuition zu nutzen und die Künstliche Intelligenz mit natürlicher Weisheit, Erfahrung und Intention zu kombinieren.
- Vergessen Sie nicht, sich an den neuen technischen Möglichkeiten zu erfreuen und sich selbst das Leben einfacher und besser zu machen.
